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Humboldt-Universität zu Berlin - Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien

Gendering MINT digital

Open-Science aktiv gestalten

Das vom Bundesministerium geförderte drei-jährige Verbundprojekt Gendering MINT digital – Open-Science aktiv gestalten zwischen der Albert Ludwigs Universität Freiburg, der Humboldt Unversität zu Berlin und der Hochschule Offenburg wird in den kommenden drei Jahren Ansätze der natur- und technikwissenschaftlich orientierten Genderforschung durch innovative Formate der Open Science im MINT-Bereich erproben, distribuieren und zur nachhaltige Verwendung zur Verfügung stellen. Ziel ist die Stärkung von Genderkompetenzen in MINT-Fächern als ein wesentlicher Bestandteil eines Kulturwandels in MINT, um die immer noch marginale Inklusion von Genderwissen in MINT  zu verbessern.

Gendering MINT digital wird im Verbund in drei Teilprojekten durchgeführt. Das Projekt-Team am ZtG der HU Berlin entwickelt Open Science Module für Gendering MINT digital mit den Verbundpartner_innen der ALU Freiburg und der Hochschule Offenburg und erprobt diese mit Kooperationspartner_innen an der HU Berlin aus den Fächern der Fachdidaktik in MINT, den Schnittstellen-Fächern von MINT und Gesellschaft und der Gleichstellungsinitiative WiNS (Women in Natural Science) Adlershof.

Wissen zu Gender in MINT liegt inzwischen aus einer 40-jährigen Forschung der geschlechterbezogenen Forschung zu Natur- und Technikwissenschaften in einem breiten Literaturkorpus vor, ebenso Sammlungen zu lehrspezifischen Ansätzen für Gender in MINT. Die digitale Verfügbarkeit und die modulare Aufbereitung solcher Gendering MINT-Inhalte steckt allerdings bisher noch in den Anfängen. Die Aufbereitung und der Einsatz von Genderwissen zu MINT in neuen digitalisierten und multimedialen Formaten ermöglicht einer Erweiterung von Wissensvermittlung zur Unterstützung der Reflexion von Genderaspekten in Forschung, Lehre und Gleichstellungsarbeit in MINT-Fächern und ihren inter- und transdisziplinären Schnittstellen.

Kritische Reflexivität ist ein charakteristischem Merkmal der Genderforschung/Gender Studies. Die Zusammenführung einer solchen Genderkompetenz mit MINT-Kompetenz bildet die Grundlage zu einer Critical Scientific Literacy. Im inter- und transdisziplinären Arbeiten wird die Einbindung naturwissenschaftlich-technischer Wissensproduktionen und ihrer Entwicklungen in gesellschaftspolitischen Zusammenhängen reflektiert und die ihre Auswirkungen auf Geschlechterverhältnisse und Chancengleichheit diskurtierbar.

Der Einsatz von Open Science Modulen in Gendering MINT digital muss den Ausgangspunkt dort nehmen, wo die Zielgruppen sind – in den Fächern. Für unsere Erprobungen werden wir Open-Science-Module in Kooperation mit Zielgruppen an den HU entwickeln, diese in Forschungsworkshops, einzelnen Sitzungen bestehender Lehrveranstaltungen und in gleichstellungspolitischen Initiativen und Gender-Trainings einsetzen und evaluiert. Die Module lassen sich dann spezifisch für die Erprobung in unterschiedlichen Zielgruppenfeldern anpassen und liefern damit eine innovative Grundlage für Diskussions- und Reflexionsimpulse zur Erprobung in Forschung, Lehre und Gleichstellungsarbeit im MINT-Bereich sowie an ihren interdisziplinären Schnittstellen.

Mit einem Workshop und einem öffentlichen Symposium werden wir 2019 die Distribution erster Ergebnisse des Verbundprojektes in das Feld von Gender & MINT initiieren.

Über ein Open Source Repositorium im Medien-Repositorium der HU Berlin werden die Open-Science-Module, ihre Materialien und Relationen, die Didaktik und ihr Einsatz mit elektronischen Werkzeugen für kollaboratives und partizipatives Arbeiten zur weiteren Nutzung über die Projektlaufzeit hinaus zugänglich gemacht. Die Möglichkeit zur Nutzung bestehender und zur Neukombination zukünftiger Open-Science-Module über das Open Source Repositorium eröffnet auch die Anbindung an weitere akademische Felder in MINT und ihren Einsatz über den akademischen Kontext hinaus in Schulen, in der Weiterbildung außerakademischer Bildungsträger, der politischen Bildung und der Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr zum Verbundprojekt unter www.genderingmint.uni-freiburg.de


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