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Humboldt-Universität zu Berlin - Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien

Gendering MINT digital


Open-Science aktiv gestalten

Das vom Bundesministerium geförderte drei-jährige Verbundprojekt Gendering MINT digital – Open-Science aktiv gestalten (2017-2020) zwischen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Hochschule Offenburg entwickelt und erprobt Ansätze der natur- und technikwissenschaftlich orientierten Genderforschung durch innovative Formate der Open Science im MINT-Bereich und stellt diese Open Science Module nachhaltig und Open Access zur Verfügung. Ziel ist die Stärkung von Genderkompetenzen in den MINT-Fächern als ein wesentlicher Bestandteil eines Kulturwandels in MINT.


Flyer_GenderingMINTdigital_Vorschau.jpg
(deutscher Flyer, PDF)
           


Flyer_GenderingMINTdigital_preview.jpg
(english Flyer, PDF)

Gendering MINT digital wird im Verbund in drei Teilprojekten durchgeführt. Das Projekt-Team am ZtG der HU Berlin entwickelt Open Educational Resources (OER) für Gendering MINT digital, stellt sie in einem  Lernportal zur verfügung und erprobt sie mit Kooperationspartner_innen aus den Fächern der Fachdidaktiken in MINT, den Schnittstellen-Fächern von MINT und Gesellschaft und der Gleichstellungsinitiative WiNS (Women in Natural Science Adlershof) an der HU Berlin sowie mit zunehmend weiteren Kooperationspartner_innen.

  • Wissen zu Gender in MINT liegt inzwischen seit 40 Jahren aus der geschlechterbezogenen Forschung zu Natur- und Technikwissenschaften in einem breiten Literaturkorpus vor, ebenso Sammlungen zu lehrspezifischen Ansätzen für Gender in MINT. Die digitale Verfügbarkeit solcher Inhalte steckt allerdings bisher noch in den Anfängen. Die Aufbereitung und der Einsatz von Genderwissen zu MINT in neuen digitalisierten und multimedialen Formaten ermöglicht einer Erweiterung der Wissensvermittlung und unterstützt die Reflexion von Genderaspekten in Forschung, Lehre und Gleichstellungsarbeit in MINT-Fächern und ihren inter- und transdisziplinären Schnittstellen.
  • Kritische Reflexivität ist ein charakteristischem Merkmal der Genderforschung/Gender Studies. Die Zusammenführung einer solchen Genderkompetenz mit MINT-Kompetenz bildet die Grundlage zu einer Critical Technoscientific Literacy. Im inter- und transdisziplinären Arbeiten wird die Situierung von naturwissenschaftlich-technischer Wissensproduktionen und ihrer Entwicklungen in gesellschaftspolitischen Zusammenhängen reflektiert und ihre Auswirkungen auf Geschlechterverhältnisse und Chancengleichheit diskurtiert.
  • Sensibilisieren - Motivieren - Vermitteln - Reflektieren: Der Einsatz von Open Educational Resources des Teilprojektes II muss den Ausgangspunkt dort nehmen, wo die Zielgruppen sind – in den Fächern. Für unsere Erprobungen entwickeln wir unsere OER mit Lehrenden der MINT-Fächer an der HU Berlin, setzen diese in einzelnen Sitzungen bestehender Lehrveranstaltungen und Workshops ein und evaluieren deren Nutzung mit Studierenden und Lehrenden. Die OER werden kontinuierlich weiterentwickelt und stehen über unser Lernportal zur Nutzung open access zur Verfügung. Ihr Einsatz kann mit elektronischen Werkzeugen für kollaboratives und partizipatives Arbeiten kombiniert werden.


Im Open Source Repositorium der HU Berlin werden die Materialien nachhaltig gesichert. Die Möglichkeit zur Nutzung bestehender und zur Neukombination zukünftiger Open Educational Resources eröffnet auch die Anbindung an weitere akademische Felder in MINT und ihren Einsatz über den akademischen Kontext hinaus: in Schulen, in der Weiterbildung außerakademischer Bildungsträger, der politischen Bildung und der Öffentlichkeitsarbeit.

Mit einem Feedback-Workshop und dem öffentlichen Symposium distribuieren wir am 3. September 2020 die Ergebnisse des Verbundprojektes zu Gendering MINT digital.

Mehr zum Verbund unter www.genderingmint.uni-freiburg.de

 


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