Humboldt-Universität zu Berlin - Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien

#4GenderStudies Wissenschaftswoche 2022

Gender Studies regen Debatten an, hinterfragen gesellschaftliche Gegebenheiten und bieten Denkanstöße und Ideen. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen ebenso wie zu politischen und kulturellen Diskursen.

In der Woche vom 12. bis 18. Dezember 2022 berichten Wissenschaftler*innen, Forschungseinrichtungen und andere wissenschaftsnahe Institutionen bundesweit bereits zum sechsten Mal unter dem Hashtag #4GenderStudies über ihre aktuellen Forschungsprojekte. Die Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt sich daran mit einem umfangreichen Programm.

 

Die Mitglieder des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) zeigen in Kurzvideos, wie vielfältig Fragen und Zugänge in diesem breiten Themenfeld an der Humboldt-Universität sind:

Kerstin Palm und Corinna Schmechel stellen ihre fachübergreifenden Projekte zu einer Integration von Gender- und Diversity-Aspekten in quantitative Verfahren der Gesundheitswissenschaften dar. Sie erläutern den zentralen Stellenwert differenzierter Erhebungsmethoden für die Gewährleistung bedarfsgerechter gesundheitlicher Versorgung für alle gesellschaftlichen Gruppen.

Jeannette Windheuser und Julia Teschlade sprechen aus erziehungs- und sozialwissenschaftlicher Perspektive über die Bedeutung von Geschlechterverhältnissen für die Sorgearbeit unter kapitalistischen Bedingungen. Sie diskutieren die grundlegende menschliche Angewiesenheit als Ausgangspunkt für unumgängliche Sorgeverhältnisse.

Meike Brückner und Suse Brettin berichten von ihrer Forschung im Bereich der Agrar- und Umweltwissenschaften. Sie thematisieren am Beispiel der Ernährung und Landwirtschaft das dynamische Beziehungsgeflecht zwischen Mensch und Natur insbesondere mit Hinblick auf vergeschlechtlichte Strukturen.

Nadja-Christina Schneider spricht aus regionalwissenschaftlicher Gender- und Medienperspektive über die feminstische Praxis des Loitering in Südasien. Sie beleuchtete diese als performativen Protest, der auf eine veränderte Selbstwahrnehmung und zugleich auf eine neue Wahrnehmung des öffentlichen Stadtraums abzielt.

Die Europäische Ethnologin Silvy Chakkalakal und die Literaturwissenschaftlerin Elahe Haschemi Yekani stellen das Forschungsprojekt „Re-Imagining the Archive“ vor. Es bringt Forschende aus den Gender Studies der Humboldt-Universität zu Berlin und der Princeton University zusammen, um über gewaltvolle Effekte des Archivierens und alternative Formen der Wissensproduktion nachzudenken.

In einem Kooperationsprojekt mit der Hebräischen Universität Jerusalem erforschen Andreas Kraß, Janin Afken und Liesa Hellmann von der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität Schnittpunkte jüdischer/antisemitischer und homosexueller/homophober Diskurse in der deutschen, hebräischen und jiddischen Literatur von 1890 bis 1945. Sie erkunden die Spuren einer „jüdisch-homosexuellen Moderne" sowohl in kanonischer Literatur als auch in kaum bekannten Texten der homosexuellen Zeitschriftenkultur.

Vom 12. bis 17. Dezember wird täglich eines dieser Kurzvideos über den YouTube-Kanal der Humboldt-Universität und den Genderblog des ZtG veröffentlicht und abrufbar sein.

 

Darüber hinaus sind folgende Veranstaltungen an der HU für die Öffentlichkeit zugänglich:

Am Dienstag, 13.12.2022 von 14:30-16:00 Uhr zeigt Gabriele Dietze (Institut für europäische Ethnologie) in ihrem Vortrag „Quarantine Culture“ (im Rahmen des Institutskolloquiums "Other Waves"), wie man sich die Pandemie erzählt. Eine Teilnahme am Zoom-Meeting ist via QR-Code in der verlinkten PDF-Datei möglich oder über diesen Zoom-Link.

Ebenfalls am 13.12. von 18-20 Uhr wird Barbara Schnalzger anhand von Archivpraktiken der Frauen- und Lesbenbewegung im deutschsprachigen Raum analysieren, wie aus Quellen Wissen entsteht. Dieser Vortrag findet im Rahmen des Kolloquiums am Arbeitsbereichs Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Gender und Diversität statt. Der Vortrag findet in Präsenz am HU-Campus in Berlin-Mitte, in der Geschwister-Scholl-Straße 7 im Raum 124 statt.

Am Donnerstag, 15.12. von 18-20 Uhr entwickeln Stefan Silber (Universität Vechta), Ini Dorcas Dah (Akrofi-Christaller Institute of Theology, Ghana) und Verena Suchhart-Kroll (Universität Münster) in einem Vortrag kritische Perspektiven zum Verhältnis von Postkolonialität, Gender und Theologie. Dieser Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung „Religion* - Geschlecht* - Hermeneutik*“ statt und wird von der AG „Gender in den Theologien“ organisiert. Die Teilnahme via Zoom wird nach einer vorherigen Anmeldung an ines.loechert@rz.hu-berlin.de ermöglicht.

 

 

Information

Genderblog des ZtG: https://genderblog.hu-berlin.de/

Das ZtG auf Twitter: @gender_berlin

Der Youtube-Kanal der Humboldt-Universität zu Berlin: @HumboldtUni

#4GenderStudies auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg berlin): https://afg-berliner-hochschulen.de/4genderstudies

 

Kontakt:

Dr. Gabriele Jähnert
Geschäftsführerin Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien
Humboldt-Universität zu Berlin
E-Mail: gabi.jaehnert@gender.hu-berlin.de

 

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