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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschlecht als Wissenskategorie

Astrid Hackel

Dissertationsprojekt:

Geblendete Schönheit. Inszenierungen von Blindheit und Geschlecht

Hackel

 

Kurzbeschreibung des Projekts

 

Ausgehend von der Diagnose einer kulturgeschichtlichen und psychoanalytischen Engführung der Begriffe Blindheit, Wahrnehmung und Geschlecht spannt die literaturwissenschaftliche Dissertation einen Bogen zwischen blinden Figuren in der zeitgenössischen Literatur und Theaterkunst sowie Performances, in denen die Zuschauer selbst künstlich erblinden. Das aus exemplarischen Text- und Aufführungsanalysen gewonnene Blindheitsverständnis zeigt, dass anstelle der traditionellen Fixierung auf das Visuelle in Theater und Literatur hier eine explizit sinnliche Wahrnehmungskompetenz vom Rezipienten gefordert wird, die auch auf geschlechtliche Kodierungen verweist. Vor allem durch die Akzentuierung des Tast- und Gehörsinns lassen sich herkömmliche Konzepte des Lesens und Zuschauens sowie damit verbundene Rollenbilder revidieren.

                                                        

Angaben zur Person

 

Studium der Neueren deutschen Literatur und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Erasmus-Stipendiatin an der Université Toulouse Le Mirail. 2013 Stipendiatin im Graduiertenkolleg »Geschlecht als Wissenskategorie«.

   

Ausgewählte Publikationen

 

[erschöpft]. In: Glossar inflationärer Begriffe. Begleitbuch zur Ausstellung Die Irregulären – Ökonomien des Abweichens, hg. v. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 2013. S. 25–32.

 

Kalkulierte Kontrollverluste. Der Schwarzraum in Meg Stuarts Tanzperformance All together now. In: Transformationen. Grenzen und Entgrenzung in bildender Kunst, Film, Theater und Musik, hg. v. Ruth Reiche, Iris Romanos, Berenika Szymanski u.a., Bielefeld 2011. S. 33 – 46.

   

Homepage und Kontakt

astrid.hackel@gmail.com