Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Geschlecht als Wissenskategorie

Prof. Dr. Julia Roth

Dissertationsprojekt:

Decolonial Practices: Hemispheric Readings of Gender, Genre and Coloniality in Victoria Ocampo’s Essay, Frida Kahlo’s Diary, Rigoberta Menchú’s Testimonio

Julia Roth

 

Kurzbeschreibung des Projekts

 

Das Dissertationsprojekt untersucht das Zusammenspiel von Genderhierarchien mit Genre- und Kolonialhierarchien. Die transnationalen Verflechtungen seit der europäischen Eroberung 1492 deutet das Projekt als eine Geschichte von Kolonisierung als (rassistische/interdependente) Vergeschlechtlichung.

Vor diesem Hintergrund analysiert die Arbeit am Beispiel der Essays der argentinischen Autorin Victoria Ocampo, dem gemalten Tagebuch der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo und dem Testimonio der guatemaltekischen Aktivistin Rigoberta Menchú sowie deren okzidentaler Rezeptionen, welches Widerstandspotenzial gegenüber hegemonialen Wissens- und Repräsentationsregimen die gewählten Genres den Autorinnen in einem transamerikanischen Kontext jeweils bieten. Anhand aktueller Beispiele aus den Amerikas aber auch aus dem deutschen Kontext zeigt die Arbeit schließlich die Kontinuitäten strukturell kolonialen Wissens auf. Im Rückgriff auf dekoloniale Ansätze wird schließlich nach Möglichkeiten für die Überwindung der daran geknüpften fortbestehenden Ungleichheiten gefragt.

                                                         

Angaben zur Person

 

Studium der Anglistik/Amerikanistik, Hispanistik und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Kassel, der University of East London und der Universidad Complutense Madrid. 2008 – 2010 assoziierte Kollegiatin im Graduiertenkolleg »Geschlecht als Wissenskategorie«. 2011 Promotion im Fach Amerikanistik. 2011 – 2013 Postdoktorandin im BMBF-Projekt »desiguALdades.net – Interdependente Ungleichheiten in Lateinamerika« an der Freien Universität Berlin. 2013-2018 Postdoktorandin und Dozentin am Center for InterAmerican Studies der Universität Bielefeld, BMBF-Projekt »Die Amerikas als Verflechtungsraum«. Seit Oktober 2018 Professorin für American Studies mit dem Schwerpunkt Gender Studies an der Universität Bielefeld.

   

Ausgewählte Publikationen

 

“Unequal and Gendered Access: Citizenship Rights in the Longue Durée”, Manuela Boatcă and Vilna Bashi Treitler (eds.) Dynamics of Inequalities in a Global Perspective, Current Sociology monograph issue, January 2016 (peer reviewed, in press).

“Sugar and Slaves: The Augsburg Welser Company, the Conquest of America, and German Colonial Foundational Myths”, German Entanglement in Transatlantic Slavery in the Americas. Atlantic Studies Journal. Special Issue. Heike Raphael-Hernandez and Pia Wiegmink (eds.) (peer reviewed, in press).

Entangled Inequalities as Intersectionalities. Towards an Epistemic Sensibilization. In: desiguALdades.net. Working Paper Series No. 43, Berlin 2013.  (http://www.desigualdades.net/bilder/Working_Paper/43_WP_Roth_Online.pdf).

 

›A legible Face on Facebook ?‹. Gender and De/Coloniality in Cyberspace. In: Akten van het colloquium – Actes du Colloque 2011: From Cyborg to Facebook. Technological Dreams and Feminist Critiques, hg. v. Sophia – Belgian Network for Gender Studies, Brussels 2012. S. 80 – 92.

 

Weltkarte. In: Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk, hg. v. Susan Arndt u. Nadja Ofuatey-Alazard, Münster 2011. S. 553 – 563.

 

zus. m. Carsten Junker: Weiß sehen. Dekoloniale Blickwechsel mit Zora Neale Hurston und Toni Morrison, Sulzbach/Taunus 2010.

   

Homepage und Kontakt

http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/jroth2/

julia.roth@uni-bielefeld.de