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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschlecht als Wissenskategorie

Nadine Heymann

Dissertationsprojekt:

Visual Kei: Praxen von Körper und Geschlecht in einer translokalen Subkultur

heymann

 

Kurzbeschreibung des Projekts

 

Visual Kei, was soviel bedeutet wie »visuelles System«, ist eine Subkultur, die mit der Jahrtausendwende ihren Weg von Japan nach Europa gefunden hat. In einer zweijährigen Feldforschung habe ich die Protagonist_innen des Visual Kei in Deutschland in ihrem Alltag begleitet. Visual Kei zeichnet sich durch ästhetische Inszenierungspraxen aus, in denen Konzeptionen von Körper und Geschlecht fluide erscheinen. Die vertraute Geschlechtsbinarität wird überschritten: Eine Zuordnung zu den Polen »männlich« oder »weiblich« wird erschwert und auch heterosexuelles Begehren wird in Frage gestellt. Vor dem Hintergrund von Bourdieus Theorie der Praxis und Butlers Konzept der Performativität frage ich danach, wie sich Subjekte in und durch Praxis konstituieren und darin zu anerkannten Subjekten werden. Inwiefern ist die Subkultur Visual Kei dabei als Verletzung autorisierter Codes, welche die soziale Welt organisieren und erfahrbar machen, in der Lage diese zu provozieren, zu stören und zu irritieren ?
                                                     

Angaben zur Person

 

Studium der Europäischen Ethnologie, der Rechtswissenschaften und der Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der London Metropolitan University. Tätigkeit als Referentin für politische Bildungsarbeit. Promotionsstipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 2013 Abschlussstipendium des Graduiertenkollegs »Geschlecht als Wissenskategorie«.

   

Ausgewählte Publikationen

 

Visual Kei. Representations of Gender and Body in a Translocal Subculture. In: Urbane Guerrillas. Cultures of Resistance, hg. v. Alex Franklin, Oxford 2013 (im Erscheinen).

 

Play Gender im Visual Kei. Dynamiken an der Schnittstelle zwischen Europäischer Ethnologie und Queer Theory. In: Work in progress. Work on progress. Doktorand_innen-Jahrbuch 2011 der Rosa-Luxemburg-Stiftung, hg. v. Esther Denzinger, Cordula Greinert, Benjamin Moldenhauer u.a., Berlin 2011. S. 409–421.

 

zus. m. Esther Denzinger, Cordula Greinert, Benjamin Moldenhauer u.a. (Hg.): Work in Progress. Work on Progress. Doktorand_innen-Jahrbuch 2011 der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin 2012.

   

Homepage und Kontakt

www.Nadine-Heymann.de

 

mail@nadine-heymann.de