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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschlecht als Wissenskategorie

Katrin Köppert

Dissertationsprojekt:

Kaleidoskopien des Schmerzes. Medien-Techniken queerer Affekte in der visuellen Kultur (Arbeitstitel)

koeppert
 

Kurzbeschreibung des Projekts

 

Das Projekt verfolgt eine mediengeschichtliche Perspektive auf Affekte im Zusammenhang amateurischer Bild- und Medienproduktion. Der Amateur* war Ende des 19. Jahrhunderts jemand, der sich leidenschaftlich, experimentell und ohne ökonomische Zwecke mit dem Fotografieren beschäftigt. In diese Zeit fiel auch die Konstruktion von Homosexualität, in deren Folge sich die Qualität von Schmerz durch Erfahrungen der Diskriminierung änderte. An der Schnittstelle von Leid und Leidenschaft untersuche ich Quellen der visuellen Kultur homosexueller Medienamateur_innen im 20. Jahrhundert, die ein spezifisches Potenzial der Destabilisierung normativer Geschlechterverhältnisse entwickelten. Dieses verstehe ich als eines queerer Affekte. Schmerzerfahrungen im Kontext von Begehren werden ästhetisch und medientechnisch gestaltet und ermöglichen kommunikative Formen wie Bildertausch und -wanderungen. Das Projekt setzt sich mit Queer Theory aus Perspektive gegenwärtiger Affekttheorien auseinander.

                                          

Angaben zur Person

 

Studium der Gender Studies und Neueren deutschen Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion im Fach Kulturwissenschaft. 2010 – 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt »Medienamateure in der homosexuellen Kultur« der Universität Siegen. 2011 – 2012 Assoziierte und 2012 – 2014 Stipendiatin des Graduiertenkollegs »Geschlecht als Wissenskategorie«. 2012 Visiting Fellow am Gender Institute der London School of Economics and Political Science (PhD-Erasmus). 2014 Vi­sit­ing Fel­low am USC Dana & Dorn­sife Col­lege of Let­ters, Arts and Sci­en­ces in Los An­ge­les (DAAD-Kurzstipendium für Promovierende). Seit Dezember 2014 Universitätsassistentin am Institut für Medien/Medientheorie der Kunstuniversität Linz.

   

Ausgewählte Publikationen

 

zus. m. Susanne Regener (Hg.): privat/öffentlich. Mediale Selbstentwürfe von Homosexualität, Wien/Berlin 2012.


Touch of Con­cern. Queere Mi­kro­po­li­ti­ken af­fek­ti­ver Re­pro­duk­tion bei Gay­Ro­meo und Grindr. In:  Männ­lich­keit und Re­pro­duk­tion. Zum ge­sell­schaft­li­chen Ort his­to­ri­scher und ak­tu­el­ler Männ­lich­keits­pro­duk­tio­nen (Kul­tu­relle Fi­gu­ra­tio­nen: Ar­te­fakte, Prak­ti­ken, Fik­tio­nen), hg. v. An­dreas Heil­mann, Ga­briele Jäh­nert, Falko Schni­cke, Char­lott Schön­wet­ter, Ma­scha Voll­hardt, Wies­ba­den 2014. S. 329 – 348.


Con­ta­gious! The af­fec­tive po­li­tics of AIDS-scrapbooks! In: Pho­to­gra­phy & the Al­bum hg. v. The­resa Wilkie, Jonathan Carson und Rosie Mil­ler, Bos­ton/Edin­burgh 2013. S.142 – 175.


Intra-Activities of the Queer Diaspora. Berlin-Kreuzberg and the »Jerusalem-Kings« Phenomenom. In: Contemporary Jewish Reality in Germany and Its Reflection in Film, hg. v. Claudia Simone Dorchain u. Felice Naomi Wonnenberg, Boston/Berlin 2012. P. 157 – 170.


Queering Terrorists. Vergeschlechtlichte Bilderpolitiken im Kontext von Krieg und Terror seit 9/11 – interdependent betrachtet. In: Das Geschlecht der Anderen. Figuren der Alterität: Kriminologie, Psychiatrie, Ethnologie und Zoologie, hg. v. Sophia Könemann u. Anne Stähr, Bielefeld 2011. S. 83 – 102.

   

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