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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschlecht als Wissenskategorie

Dr. Daniela Döring

Dissertationsprojekt:

Zeugende Zahlen. Mittelmaß und Durchschnittstypen in Proportion, Statistik und Konfektion des 19. Jahrhunderts

Döring
 

Kurzbeschreibung des Projekts

 

Prozeduren der Vermessung suchen das allgemeingültige Maß. Das 19. Jahrhundert bringt indes Unmengen von diffusen Daten, Lücken und Brüchen hervor. Die Kulturtechnik des Messens gerät hier in einen Wandel: proportionale, relative Körpermaße werden von statistisch-arithmetischen Verfahren abgelöst. Das Zahlzeichen selbst löst sich von seiner materiellen Grundlage und wird so zum Garant von Objektivität. Die Autorin folgt den Wegen der Zahl, die durch ästhetische, statistische und anthropologische Messungen hindurch in neuer Gestalt zum Körper zurückkehrt. Dabei bildet der männliche Körper den idealen Maßstab, der für den Menschen schlechthin geltend gemacht wird. Die Studie entschlüsselt die in der Kulturgeschichte der Zahl angelegte symbolische Geschlechterordnung und weist ihre Wirkmächtigkeit im Standardisierungs- und Normalisierungsprozess nach.

                                              

Angaben zur Person

 

Studium der Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und in Sevilla. 2001 – 2005 Mitarbeiterin in der Stiftung Stadtmuseum Berlin. 2005 – 2008 Stipendiatin im Graduiertenkolleg »Geschlecht als Wissenskategorie«. 2009 – 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Braunschweiger Zentrum für Gender Studies. Promotion im Fach Kulturwissenschaft (2011). Seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Europäische Medienwissenschaft an der Universität Potsdam.

   

Ausgewählte Publikationen

 

Körper nach Zahlen. Vom Maßnehmen und der Simulation von Menschlichkeit, In: Bulletin Texte 38, hg. v. Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt-Universität zu Berlin 2012. S. 61 – 87.

 

Zeugende Zahlen. Mittelmaß und Durchschnittstypen in Proportion, Statistik und Konfektion, Berlin 2011.
Das verrückte Inventar. Über ver/schränkte Wissensräume im Museum. In: Trajekte. 20 (2010). S. 7 – 11.

 

Dr. Anne von der Heiden. Schreiben, Schreiben, Schreiben … In: Frauen in den Geisteswissenschaften. Nüchternde Zahlen, inspirierende Vorbilder, hg. v. Susanne Baer u. Sabine Grenz, Berlin 2007. S. 20 – 23.

   

Homepage und Kontakt

http://http://www.emw.eu/personen_lehrende_portrait.php?tid=204

 

www.medienmosaik.de

dadoerin@uni-potsdam.de

 

dd@medienmosaik.de