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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschlecht als Wissenskategorie

Daniela Hrzán

Dissertationsprojekt:

Diskurse über Female Genital Cutting (FGC) in den USA: Feministische, ethnologische, literarische und juristische Perspektiven

 

 

Kurzbeschreibung des Projekts

 

Meine diskursanalytisch angelegte Dissertation beschäftigt sich kritisch und disziplinenübergreifend mit US-amerikanischen Diskursen über Female Genital Cutting (FGC). Es wird untersucht, inwieweit neuere Arbeiten zu FGC auf die vielfältigen Interventionen von afrikanischen Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen eingehen und was die intensive Beschäftigung des ›Westens‹ mit derartigen ›barbarischen Praktiken‹ über eigene Normen auszusagen vermag. Entlang der Kategorien Gender, ›race‹, Sexualität und Nation, die als interdependent verstanden werden, wird anhand von Fallstudien literarischer Texte und juristischer Urteile beziehungsweise einwanderungspolitischer Debatten analysiert, wie Wissen über FGC hergestellt wird. Die Dissertation kombiniert Gender-Theorien mit wissenschaftlichen Erkenntnissen der Postcolonial Theory und der Rassismusforschung und greift auf Ansätze der US-amerikanischen Kulturanthropologie zu Fragen der Repräsentation sowie Selbstreflexion im Forschungsprozess zurück.

   

Angaben zur Person

 

Studium der Amerikanistik und Journalistik an der Universität Leipzig. 2002 – 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2005 – 2007 Assoziierte im Graduiertenkolleg »Geschlecht als Wissenskategorie«. 2007 DAADgeförderter Forschungsaufenthalt an der New York University (USA). 2009 – 2012 Referentin für die Internationalisierung wissenschaftlicher Karrierewege an der Universität Konstanz. 2013 Lehrbeauftragte an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

                                          

Ausgewählte Publikationen

 

zus. m. Claudia Brunner: Female Suicide Bombing – Female Genital Cutting. Wissen über ›die ganz andere Andere‹ im Spannungsfeld von physischer, politischer und epistemischer Gewalt. In: Femina Politica 18/2 (2009). S. 95 – 105.

»Wearing the Cross of My Calling«. Krise und Auferstehung Weißer Männlichkeit in den Erlösungsphantasien von Bruce Springsteen. In: Erlöser. Figurationen männlicher Hegemonie, hg. v. Sven Glawion, Elahe Haschemi Yekani u. Jana Husmann-Kastein, Bielefeld 2007. S. 53 – 66.

(Re)Discovering FGC. Anthropology, Whiteness, Feminism. In: Weiß – Weißsein – Whiteness. Kritische Studien zu Gender und Rassismus/Critical Studies on Gender and Racism, hg. zus. m. Martina Tißberger, Gabriele Dietze u. Jana Husmann-Kastein, Frankfurt a. M. 2006. S. 113 – 142.

zus. m. Martina Tißberger, Gabriele Dietze u. Jana Husmann-Kastein (Hg.): Weiß – Weißsein – Whiteness. Kritische Studien zu Gender und Rassismus/Critical Studies on Gender and Racism, Frankfurt a. M. 2006.

   

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