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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschlecht als Wissenskategorie

Dr. des. Claude Draude

Dissertationsprojekt:

Intermediaries: Gender Codes and Anthropomorphic Design at the Human-Computer Interface

Draude
 

Kurzbeschreibung des Projekts

 

 

Im Promotionsprojekt »Intermediaries« wird der Mensch-Computer Interaktionsraum auf seine geschlechtlichen Codierungen hin am Beispiel konkreter Artefakte untersucht. Untersuchungsgegenstand sind anthropomorphe Verkörperungsformen wie »Embodied Conversational Agents« oder auch »Virtual Humans«, die als »Software Robot« gängige Interfaceszenarien ergänzen oder ersetzen sollen. Diese Menschen aus der Maschine stehen im Feld für Benutzungsfreundlichkeit und erweiterte Funktionalität. In der Informatik siedeln sie sich zwischen Erforschung künstlicher Intelligenz und multimodaler Interfacegestaltung an. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die geschlechtliche Verfasstheit informatischer Artefakte auch auf abstrakteren Ebenen herauszuarbeiten, und somit die gängige Trennung zwischen konnotationsfreier Abstraktion/Form/Struktur und bedeutungsbringenden Inhalten aufzuheben.

   

Angaben zur Person

 

 

Seit 2017 Leitung des Fachgebiets "Gender/Diversity in Informatiksystemen" (GeDIS) am Fachbereich Elektrotechnik/Informatik und Direktorin am "Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung" (ITeG) der Universität Kassel. Von 2014 - 2016 im Team der Maria-Goeppert-Mayer-Professur „Gender, Technik und Mobilität“ der Technischen Universität Braunschweig, Fakultät Maschinenbau, im Projekt „GenderING. Gender Studies in die Ingenieurwissenschaften“ und ab 2015 Bearbeitung des Teilbereichs Informatik des Verbundprojekts „Geschlechterwissen in und zwischen den Disziplinen: Kritik, Transformation und 'dissidente Partizipation' an (akademischer) Wissensproduktion” der Universität Oldenburg.
Von 2011 – 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe „Soziotechnische Systemgestaltung & Gender“ an der Universität Bremen, Fachbereich Mathematik/Informatik.
2005 – 2010 Stipendiatin im Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“. Studium der Kulturwissenschaft und der Soziologie an der Universität Bremen. Promotion in Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

   

Ausgewählte Publikationen

 

 

Claude Draude and Susanne Maaß. 2018. Making IT Work. Integrating gender research in computing through a process model. In Proceedings of 4th Gender&IT conference, Heilbronn, Germany (GenderIT’18). ACM, New York, NY, USA, 8 pages. https://doi.org/10.1145/3196839.3196846

Claude Draude. 2017. Computing Bodies. Gender Codes and Anthropomorphic Design at the Human-Computer Interface. Springer VS Research, Wiesbaden.


Anja Zeisig, Claude Draude, Heidi Schelhowe, Susanne Maaß. 2014. Vielfalt der Informatik - Ein Beitrag zu Selbstverständnis und Außenwirkung, Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (Open Access), https://elib.suub.uni-bremen.de/edocs/00104194-1.pdf

Claude Draude. 2009. “It is the between that is tainted with strangeness.” Das unheimliche Geschlecht virtueller Wesen. In: Braun, Christina von u.a. (Hrsg.), Das Unbewusste. Krisis und Kapital der Wissenschaften; Studien zum Verhältnis von Wissen und Geschlecht, Transcript, Bielefeld 2009, 395-413.

   

Homepage und Kontakt

 

 

https://www.uni-kassel.de/eecs/fachgebiete/gedis.html

http://www.uni-kassel.de/eecs/iteg/startseite.html