Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien

UN/SOUNDING GENDER

Symposium

 

Veranstaltet vom
Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) der Humboldt-Universität zu Berlin

in Kooperation mit

Geschichte und Theorie der visuellen Kultur der Universität der Künste Berlin

 
Freitag, 8. Juni 2018
Heilig-Geist-Kapelle*, Spandauer Str. 1, Berlin

 

* Zugang leider nicht barrierefrei (ca. 4 Stufen), wir leisten bei Bedarf Unterstützung

 
 

 

Organisiert von

Silvy Chakkalakal (silvy.chakkalakal@hu-berlin.de)
Gabriele Jähnert (gabi.jaehnert@gender.hu-berlin.de)
Katrin Köppert (k.koeppert@udk-berlin.de)
Brigitta Kuster (kuster@hu-berlin.de)
L.J. Müller (LJMueller@hu-berlin.de)


Auch wenn Sound mit dem verstärkten Erkenntnisinteresse an den Sinnen in der Forschung nicht mehr randständig ist, fehlt in der Auseinandersetzung mit neuen Medienpraktiken wie mobilen Musikapparaten, Playlist-Bibliotheken, Cloud-Speichern, geo-tagged Soundmaps oder Auto-Tune Technologien eine stringente gendertheoretische Perspektive. Gender Studies dekonstruieren die Machtstrukturen innerhalb von Wissensproduktionen und stellen dabei Methodologien bereit, um beispielsweise mit unwiderruflich verlorenen oder schwer ertragbaren Klängen umzugehen. Situierte Wissensproduktion, spekulatives Denken und queere Lesarten sind nur einige Ansätze, die ‚Geister‘ der Geschichte und kaum vernehmbare Stimmen hörbar zu machen. Sound als ein Wissensobjekt und Forschungswerkzeug muss daher jenseits von Registratur und Vermessung analysiert werden. Zugleich möchten wir Sound als ein Epistem verstehen, das spezifische Dimensionen von Macht und Geschlecht in Geschichte(n) und Gegenwart hervorbringt. So ermöglicht die Erforschung von Sound, Machtrelationen neu zu durchdenken und Gender innerhalb komplexer Verflechtungen mit unterschiedlichen Hierarchien zu beleuchten. UN/SOUNDING GENDER inspiriert, das Problem akustischer Konstellationen von (hetero-)normativen und (de/post-)kolonialen Gender-Relationen zu fokussieren. Darüber hinaus möchten wir die Möglichkeiten eines ‚Verlernens‘ und ‚Verlehrens‘ von hegemonialem Wissen innerhalb kolonialer und feministischer Soundarchive diskutieren. UN/SOUNDING GENDER kann somit auch Wege eröffnen, Schweigen als Widerstand gegenüber neo-kolonialer Versklavung und/oder rechter Migrationspolitiken hörbar zu machen.
 
PROGRAMM
 
9:30
Begrüßung
 
9:45 - 10:45
Gabriele Dietze (Universität Trier)
Rechte Töne. Wenn populistischer Frauenpop die Antwort ist, was war die Frage? 

 
 
Moderation: Silvy Chakkalakal (Humboldt-Universität zu Berlin)
 
10:45 - 11:00
Kaffeepause
 

11:00 - 13:00

Considering In-/Equalities in Pop Sounds
 
L.J. Müller (Humboldt-Universität zu Berlin)
Ist das der Klang von Feminismus oder weißen Privilegien? Zu Taylor Swifts neuem Album „Reputation“.
 
Veronika Muchitsch (Uppsala University)
Vocal Figurations. Considering Bodies, Subjects, and Technologies in Anohni‘s „Drone Bomb Me“
 
Moderation: Monika Bloß (Berlin)
 
13:00 - 14:30
Mittagspause
 
14:30 - 16:30
Archivische Spannungsfelder zwischen Sound und Stimme
 
Britta Lange (Humboldt-Universität zu Berlin)
Das Volk hörbar machen. Tonaufnahmen des Instituts für Lautforschung aus dem Zweiten Weltkrieg
 
Saskia Köbschall (SAVVY Contemporary, Berlin)
R E D  H A T  B L U E S : On Colonial Conscripts, Music Restitution and Sounds of
De-Contamination
 
Nathalie Anguezomo Mba Bikoro (artist, Berlin)
„We Built The Kilimanjaro“. Artistic Investigations to an incomplete Archive
 
Moderation: Brigitta Kuster (Humboldt-Universität zu Berlin)
 
16:30 - 17:00
Kaffeepause
 
17:00 - 18:30
Kara Keeling (University of Southern California)
„I Feel Love“: Race, Gender, Technē, and the (Im)Proper Sonic Habitus
 
Moderation: Katrin Köppert (Universität der Künste Berlin)
 
 
 
Konferenzsprachen: Deutsch, Englisch