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Humboldt-Universität zu Berlin - Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien

»Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!« Zum Stand der Anti-Political Correctness Bewegung in Deutschland.

7./8. Dezember 2017,
Unter den Linden 6, Senatssaal

 

Hinter dem Ruf nach Rückkehr zur »Normalität« findet sich eine Vielzahl rechts-populistischer Forderungen wieder, die zunehmend an politischem wie gesellschaftlichem Gehör finden. Der Anti-PC Aktivismus vereint Kritiken an Themen wie Sexuelle Gewalt, Migration und Multikulturalismus, Queeren Lebensentwürfen sowie den Gender Studies. In der AfD scheint der bislang außerparlamentarische Protest seine demokratische Vertretung gefunden zu haben und verschafft sich spätestens mit dem Einzug in den Bundestag Zugang zu politischen Entscheidungsprozessen.

Der Begriff der ›Politischen Korrektheit‹ tauchte zunächst als US-Import in Feuilletons im Deutschland der 1990er Jahre auf und diente hierbei vor allem antifeministischen und rassistischen Ressentiments. Um die Diskurse der Politischen Korrektheit, konkret deren Entwicklung sowie deren vergangene und aktuelle Themen zu betrachten, haben wir Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen unterschiedlicher Gebiete zusammengebracht, die transdisziplinäre Perspektiven auf Angriffe gegen die Gender Studies und feministische Bewegungen als auch auf antirassistische Theorien und Aktivismus diskutieren werden.

 

Anmeldung erbeten bis zum 30. November 2017:

zur Anmeldung

 

Programm

zum Veranstaltungsflyer (PDF-Datei)
 

Donnerstag, 7. Dezember 2017

13:00 Uhr

Begrüßung

durch Gabriele Jähnert, Humboldt-Universität zu Berlin,
Stefanie Claudine Boulila, Georg-August-Universität Göttingen
und Christiane Carri, Evangelische Hochschule Berlin
 

13:15 – 14:15

Katharina Pühl, Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Antifeminismus zwischen Rechtsruck und konservativer Revolution. Schlaglichter und Entwicklungen

Moderation: Kerstin Palm, Humboldt-Universität zu Berlin
 

14:15 – 14:30  Kaffeepause
 
14:30 – 16:30 

Eva Redecker, Humboldt-Universität zu Berlin
Possessive Ideologie, aggressive Abwehrmechanismen: zur Sozialpsychologie des Anti-Genderismus

Mona Motakef, Christine Wimbauer und Julia Teschlade, Humboldt-Universität zu Berlin
Antigenderismus prekarisierungstheoretisch gedeutet

Moderation: Silvy Chakkalakal, Humboldt-Universität zu Berlin
 

16:30-16:50   Kaffeepause
 
16:50 – 18:30

Podiumsdiskussion
Vielfältige Perspektiven – Fachspezifische Kritiken des Antigenderismus

mit Paula-Irene Villa, Ludwig-Maximilians Universität München,
Bozena Choluj, Europa-Universität Viadrina Frankfurt Oder,
Kerstin Palm, Humboldt-Universität zu Berlin
und Stephan Goertz, Johannes Gutenberg Universität Mainz

Moderation: Ilse Lenz, Ruhr-Universität Bochum

 

Freitag, 8. Dezember 2017

09:30 – 10:30

Maisha Auma, Humboldt-Universität zu Berlin
Fehlende Diversität thematisieren! Effekte des kolonialen und geschlechtlichen Ordnens in ost- und westdeutschen Bildungsmaterialien (1949-1990)

Moderation: Julia Benner, Humboldt-Universität zu Berlin
 

10:30 – 10:45 Kaffeepause
 
10:45 – 12:45

Jana Cattien, Humboldt-Universität zu Berlin
Feminists Against Political Correctness? Towards a Performative Understanding of Political Alliances.
 
Biplab Basu und Johanna Mohrfeldt, ReachOut Berlin
Institutioneller Rassismus und Polizeigewalt

Moderation: Christiane Carri, Evangelische Hochschule Berlin
 

12:45 – 14:15 Mittagspause
 
14:15 – 15:15

Vanessa Thompson, Goethe-Universität Frankfurt am Main
White Reconstructions im gegenwärtigen Deutschland

Moderation: Stefanie Boulila, Georg-August-Universität Göttingen
 

15:15 – 15:30 Pause
 
15:30 – 16:30

Patricia Purtschert, Universität Bern
Über Unsagbares und Unsägliches. Annotationen zur Political Correctness Debatte

Moderation: Mona Motakef, Humboldt-Universität zu Berlin
 

16:30 – 18:00

Podiumsdiskussion
Identitätspolitik als Kampfbegriff gegen queere Bündnisse

mit Katrin Kämpf, Pum Kommattam, Lesbenberatung/LesMigras,
AnouchK Ibacka Valiente, Aktivist_in und     
Communities Event Organizer,
Emilia Roig, Center for Intersectional Justice
und Patricia Purtschert, Universität Bern

Moderation: Christiane Carri, Evangelische Hochschule Berlin und Stefanie Boulila, Georg-August-Universität Göttingen

 

Konzeption und Organisation:

Stefanie Claudine Boulila

Christiane Carri

Gabriele Jähnert

Kerstin Palm

 

Kontakt:

ztg-sekretariat@gender.hu-berlin.de