Humboldt-Universität zu Berlin - Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien

Podiumsdiskussion anlässlich der Eröffnung des Aids-Archivs

Podiumsdiskussion

Veranstaltet von

Aids-Archiv der Humboldt-Universität zu Berlin: Prof. Dr. Andreas Kraß, Leiter der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität und Dr. Yong-Mi Rauch, Leiterin der Abteilung Historische Sammlungen an der Universitätsbibliothek

 
Kurzbeschreibung

Zehntausende Dokumente haben Wissenschaftler*innen über Jahre erfasst und archiviert – nun steht das Aids-Archiv der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) der Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung. Zur Eröffnung findet am 29. Oktober 2026 eine Podiumsdiskussion mit den Initiator*innen im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der HU statt.

 

Programm

Die Humboldt-Universität zu Berlin verfügt ab sofort über einen bedeutenden Bestand zur Geschichte von HIV und Aids. Für das Haeberle-Hirschfeld-Archiv für Sexualwissenschaft, das zu den Historischen Sammlungen der Universitätsbibliothek gehört, konnten insgesamt 17 Konvolute zu den unterschiedlichsten Aspekten der Aids-Pandemie erworben und somit für die Forschung gesichert werden.
Die bis zur Jahrtausendwende andauernde Aidskrise in Deutschland ist längst in die Phase der Historisierung eingetreten. Zunehmend wecken die krisenhaften Jahre auch das Interesse jüngerer Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, und Autor*innen unterschiedlichster Disziplinen, die diese selbst nicht miterlebt haben. Doch nur wenige Zeitzeugnisse wurden systematisch archiviert; viele bedeutende Dokumente sind daher verlorengegangen.

Bereits 2012 haben HIV-Aktivist*innen gemeinsam mit Journalist*innen und Wissenschaftler*innen begonnen, Dokumente zur Geschichte von HIV und Aids in Deutschland für die Forschung zu sichern. Im Jahr 2014 konnte die Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität an der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der Universitätsbibliothek ein bis dahin einmaliges Modellprojekt zur Aids-Geschichte starten. Zu diesem Zweck wurde das Haeberle-Hirschfeld-Archiv, das auf dem Nachlass des Sexualwissenschaftlers Erwin J. Haeberle beruht, um Quellen zur Geschichte von HIV und Aids gezielt erweitert. Seitens der Humboldt-Universität waren an der Durchführung des Projekts Prof. Dr. Andreas Kraß, Leiter der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität, und Dr. Yong-Mi Rauch, Leiterin der Abteilung Historische Sammlungen an der Universitätsbibliothek, beteiligt. Das Projekt wurde von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld finanziell gefördert.

Die Politologin Corinna Gekeler und der Journalist Axel Schock haben exemplarische Vor- und Nachlässe recherchiert und für die Sammlung eingeworben.

Die Sammlung umfasst u. a. persönliche Dokumente von Menschen mit HIV in Haft, von ehrenamtlichen Aidshilfe-Mitarbeitenden, von Aktivist*innen sowie von Angehörigen an Aids erkrankter Bluter. Ein weiterer Schwerpunkt sind Unterlagen von Selbsthilfe- und Aktivistengruppen sowie von Aidshilfen und deren Einrichtungen, etwa von Aids-Pflegediensten. Mehrere zehntausend Einzeldokumente – u. a. Briefe und Fotos, Korrespondenzen, Broschüren und Flugblätter, Rundschreiben und andere Publikationen – wurden in jahrelanger Arbeit erfasst und archiviert.

 

Konzeption und Organisation

Prof. Dr. Andreas Kraß

 

Referent*innen

Moderation: Holger Wicht (Deutsche Aidshilfe)

 

Gefördert von

Das Projekt wurde von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld finanziell gefördert.

 

Weitere Informationen

Hinweis für Medienvertreter*innen: Bei Interesse schicken Sie bitte eine E-Mail an: kulturgeschichte-sexualitaet@hu-berlin.de

Kontakt für Presseanfragen:
Prof. Dr. Andreas Kraß: andreas.krass@hu-berlin.de
(Dr. Yong-Mi Rauch: yong-mi.rauch@ub.hu-berlin.de)

Pressemitteilung (PDF-Datei)

 

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Semester: Wintersemester 2026/27

 

ZtG-Veranstaltungskategorie: Gender-Veranstaltungen der Institute/Fakultäten der HU
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