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Graduiertenkolleg "Geschlecht als Wissenskategorie"

Seit dem 1. Januar 2005  wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Humboldt-Universität das Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“ gefördert. 
Dem Kolleg unter der Leitung von Christina v. Braun wurde von der DFG  für die 1. Förderphase  (bis 2009) eine exzellente Arbeit und ‚höchste Förderpriorität’ bescheinigt und für die zweite Förderperiode wurden die Mittel das Graduiertenkolleg aufgestockt. In den kommenden  3 Jahren erhalten hier 15 Promovierende und 2 Postdoktorand_innen die Möglichkeit, an ihrer Promotion bzw. einem weiterführenden Forschungsprojekt zu arbeiten. Darüber hinaus hat das Graduiertenkolleg die Möglichkeit, weitere 15 Doktoranden zu assoziieren und in die Arbeit des Kollegs zu integrieren.


Das Forschungsprogramm begreift Geschlecht als eine grundlegende Kategorie, die für die Formierung der Wissenschaften und des wissenschaftlichen Wissens eine zentrale Bedeutung besitzt. Das Berliner Graduiertenkolleg befasst sich daher mit der Frage der Relevanz von Geschlecht für die Produktion wissenschaftlichen Wissens, seiner Rolle in der wissenschaftlichen Begriffsbildung und seinen Einschreibungen in die Wissensordnungen. Der Einbezug disziplinärer Geschlechtskategorien macht es notwendig, nicht vorschnell auf die heuristische Trennung von "sex" und "gender" zu rekurrieren. Es ist vielmehr zentrales Anliegen, die Unterscheidung einer kulturellen Geschlechtsprägung und einer biologisch-naturalistischen Geschlechtsdualität selbst als Ansatz zu nehmen, um die zahlreichen Querverbindungen, die zwischen den physiologischen und den kulturellen, historisch und sozial gewachsenen Geschlechtervorstellungen bestehen, deutlich zu machen.
In dem Graduiertenkolleg geht es darum, die Gemeinsamkeiten von Wissenschaftsgeschichte (insbesondere der Medizingeschichte) und der Geschichte der Geschlechterforschung produktiv zu machen. Dabei rückt die historische Dimension der Kategorie Geschlecht für die abendländische Wissensgeschichte in den Blick. Ohne die Berücksichtigung der in die Wissensgeschichte eingelagerten Geschlechterbilder und -codierungen wird sich weder eine Wissenschaftsgeschichte noch eine Geschlechtergeschichte erzählen lassen.

Weitere Informationen zum Graduiertenkolleg, zu den einzelnen Forschungsvorhaben und zu aktuellen Veranstaltungen des Kollegs finden Sie unter   www.geschlecht-als-wissenskategorie.de .
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Impressum zuletzt geändert: 25.02.11 AT
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